sammlung

Das Kunstmuseum Thun verfügt über eine breite Sammlung an Kunstwerken, die aus einem Grundstock der städtischen Sammlung sowie privaten Schenkungen besteht. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf Schweizer Pop Art, Landschaften, sowie auf Werken regionaler Künstler. Teile der Sammlung des Kunstmuseums Thun werden jährlich in unterschiedlichen Kontexten eingebettet und in einem Dialog mit zeitgenössischem Schaffen ausgestellt. Die eigene Sammlung wird nicht permanent gezeigt.

Otto Morach, Gebirgslandschaft mit dunkeln Tannen, 1913
Kunstmuseum Thun, Depositum Förderverein Kunstmuseum Thun

Chantal Michel, Egypt Family, 2002
Kunstmuseum Thun

Julia Steiner, o.T., 2014
Kunstmuseum Thun

Claudia & Julia Müller, Eurobilder (New York), 1998
Kunstmuseum Thun

Alber Schnyder, Hof mit Brunnen, 1960
Kunstmuseum Thun

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt einerseits auf repräsentativen Beständen von Schweizer Kleinmeistern (bspw. Lory, Aberli, Lafond oder Wocher). Andererseits besitzt das Kunstmuseum auch Arbeiten Schweizer Kunstschaffender aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wie Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, René Auberjonois, Paul Klee, Otto Morach, Johannes Itten, Alfred Glaus, Otto Nebel, Varlin und Meret Oppenheim. Zum Kern der Sammlung gehören Werke von Schweizer Pop Art und Fotorealismus.  Die Sammlung wird zudem stets mit Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler erweitert, wie Anschaffungen der Kunstschaffenden Balthasar Burkard, Karim Noureldin, Claudio Moser, Claudia & Julia Müller oder George Steinmann veranschaulichen.

Der Grundstock der Sammlung besteht aus einer Reihe von Gemälden, die aus den verschiedenen Abteilungen der städtischen Verwaltung stammen. Der Landammann Carl Friedrich Ludwig Lohner beschenkte das Museum zudem mit einem umfangreichen Bestand an grafischen Blättern. Später folgte eine Sammlung von Thuner Veduten (vorwiegend Schweizer Kleinmeister) sowie Handzeichnungen und grafische Werke des Thuner Malers Werner Engel. Das beachtliche Werk des Malers Fred Hopf konnte ebenfalls als Nachlass erworben werden.

Weitere private Schenkungen kamen ab den 50er Jahren hinzu:

  • 1950 und 1956: Hans Lüthi-Hefti, der erste Donator in Thun, schenkt Teile seiner Sammlung

  • 1951: Alfred Glaus übergibt sein vollständiges lithographisches Werk

  • 1990: Über die Erben von Alfred Glaus kommen weitere Bilder ins Museum

  • 1959: Erste Leihgaben des Bundes und andere Geschenke verschiedener Kunstschaffender

  • 1971: Karl Geiser und Ernst Morgenthaler

  • 1972: Karl und Ruth Stauffer

  • 1976: Olga und Ruth Mayser

  • 1977/81: Victor Surbek und Marguerite Frey-Surbek

  • 1981: Rudolf Mumprecht

Viele weitere Schenkungen folgten. Der Förderverein des Kunstmuseums Thun ermöglichte seit seiner Gründung um 1959 zahlreiche weitere Erwerbungen.

Ankäufe von Kunstschaffenden aus der Region verleihen der Sammlung einen besonderen Charakter. Die monochromen Arbeiten von Peter Willen (*1941) oder die Fotografien der Thuner Künstlerin Chantal Michel (*1968) gehören unter anderem zu den Höhepunkten der ungefähr 7000 Werke umfassenden Sammlung.