Christian Andersson - Legende


13. Juni - 16. August 2015
Vernissage: Freitag, 12. Juni, ab 18.30 Uhr


Das Kunstmuseum Thun zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung des schwedischen
Künstlers Christian Andersson in der Schweiz. In der Ausstellung Legende dreht
sich alles um alternative Interpretationen der Geschichte und Wahrheit. Ausgehend von
der westlichen Kulturgeschichte zeigt Andersson in der Wechselbeziehung zwischen
Kunst und Wissenschaft, dass es immer auch eine andere Sichtweise auf die Welt gibt.
Welche Auswirkungen hat der Fund des dreieinhalb Millionen Jahre alten Schädels in 1974 in Äthiopien für die Menschengeschichte? Hat der Rorschach-Test noch Bedeutung für die moderne Medizin und warum faszinieren die Tintenklecksbilder Künstler noch immer? Wo befinden sich noch die ältesten "lebenden Fossilen“ auf unserem Planeten?
Die Ausstellung Legende im Kunstmuseum Thun fokussiert sich auf Christian Anderssons alternative Ansichten von Geschichte und Wahrheiten in seinem künstlerischen Schaffen. Für den Künstler ist die Ansammlung von Geheimnissen aus der Kulturgeschichte und ihre Hinterfragung der Motor für seine komplexen medienübergreifenden Installationen.
Der Künstler positioniert seine raumgreifenden Arbeiten in einer akribischen Reihenfolge und kombiniert Objekte der Moderne mit Elementen des Surrealismus und der Psychologie zu einem dichten Ensemble. Das Gesamtwerk vereinigt in seiner Zusammenstellung ebenso Fragmente, Details und Repliken des modernen Designs oder Architekturikonen, wie auch historische Dokumente und Artefakte. Anderssons Werk ist eine Gegenüberstellung historischer und gattungsübergreifender Themen aus Architektur, Design, Literatur und Populärkultur der westlichen Zivilisation. Damit hinterfragt der Künstler die gängigen Vorstellungen von Geschichte und Universalwissen. Die Bedeutungen, versteckten Sinneszusammenhänge und Referenzen, die Andersson
in seinen einzelnen Werken auf unterschiedliche Weise behandelt, sind beinahe unendlich.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (d/e) herausgegeben vom Kunstmuseum Thun und Verlag für moderne Kunst, Nürnberg.

Begleitprogramm