Tom Huber
Impressions from the South


19. Oktober – 19. November 2006


Der junge Zürcher Künstler Tom Huber (*1976) bringt in seinen Arbeiten die unterschiedlichsten Elemente zusammen. Mit einem Augenzwinkern kombiniert er Fotografien, Strichmännchen und Texte, die häufig den Ton von Tagebuchaufzeichnungen aufnehmen. Die Ästhetik der Fotos ist weit gefächert, von scheinbar zufällig gefundenen Absurditäten aus dem Strassenleben über verspielte Tier- zu kitschig beleuchteten Landschaftsaufnahmen. Durch Kombination, Überzeichnung oder Collage wird das Absurde, das häufig schon in den Bildern angelegt ist, hervorgehoben – Realität und Traum vermischen sich.

Manuel Burgener
Gesehen die Dinge, sie hat sie schon gesehen


15. September – 15. Oktober 2006


Aeste 004, 2006, analoge Fotografie
In analogen Fotografien präsentiert Manuel Burgener die unscheinbaren Dinge des Alltags in neuem Licht. Äste, Rollläden oder einfache Fäden sind seine Motive. In langen und sorgfältigen Inszenierungen lichtet Manuel Burgener die Dinge ab. Er belässt sie im Grunde, wie sie sind. Nur durch die Wahl der Einstellung und vor allem den Einsatz von Lichtquellen verändert er die Motive. Die Wirkung von Licht und Schatten zeigt sich in der räumlichen Präsenz der abgebildeten Dinge. Gleichzeitig macht er die verborgenen Strukturen, z. B. in einem Gewirr von Ästen sichtbar. Bei genauerer Betrachtung löst sich das Chaos und raffinierte Formationen erscheinen.

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David Chieppo


2. Juli – 27. August 2006


David Chieppo
Im Zentrum von David Chieppos Schaffen steht seine eigenwillige figurative Malerei. Die kleinformatigen Tafelbilder sind mit breitem Pinsel und lockerem Gestus scheinbar schnell gemalt. Die Technik steht ganz im Dienst des Inhaltlichen. David Chieppo reflektiert sowohl das Tagesgeschehen wie auch politische und gesellschaftliche Fragen. Als Ausgangspunkt dienen dem Künstler Bilder aus den Medien, wobei sich die Motive bei der malerischen Umsetzung selbständig machen.

David Chieppo ist 1973 in den USA geboren. Er lebt und arbeitet seit 1998 in Zürich.

collectif_fact


18. Mai – 18. Juni 2006


Installationsansicht
collectif_fact ist eine junge Künstlergruppe, deren drei Mitglieder aus Neuchâtel stammen und in Genf arbeiten. Sie setzen sich in ihrer Arbeit vor allem mit Architektur und Raum auseinander, mit dem urbanen Leben, dem Strassenverkehr oder mit Arbeitssituationen im Büro.

Ihre Bildwelten basieren zumeist auf Fotografien, die die Künstler jeweils eigens für ein Werk aufnehmen. Die Resultate sind aber letztlich digital erzeugt. Die Künstler verändern die räumlichen Verhältnisse, Volumen werden zu Flächen oder Linien, Raum wird dekonstruiert. Da das digitale Montageverfahren sichtbar bleibt, haftet ihnen etwas Unwirkliches an und die Bilder erinnern zum Teil an Videogames. Aussen- und Innenräume erscheinen bekannt und doch irritierend anders. Jedes Projekt lotet neue Beziehungen aus – mit einem unmittelbaren Bezug zu den Gemeinschaften und Räumen, die die Menschen umgeben.

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Musée CoCo


15. April – 14. Mai


Installation des Musée CoCo im Kunstmuseum Thun
Musée CoCo – Museum der Komplizen und Kollaborateure ist eine Kabinettausstellung in der Tradition der Wunderkammer, kuratiert und präsentiert von Les Complices*, dem Zürcher Ausstellungsraum. Andrea Thal und Jean-Claude Freymond-Guth laden Schweizer Künstlerpaare und -kollektive ein, mit einem Objekt ihre Zusammenarbeit, Arbeitstechnik, Organisationsstruktur oder Kommunikationsweise, kurz die künstlerische Teamarbeit zu verdeutlichen. Die Hälfte der präsentierten Arbeiten sind speziell für Musée CoCo entstanden. Die Zusammenstellung untersucht exemplarisch einen kollektiven Autorenbegriff, ohne auf Vollständigkeit beharren zu wollen.

Künstlerinnen und Künstler: Andreas Lutz/Anders Guggisberg, Mickry 3, Claudia und Julia Müller, Gerda Steiner/Jörg Lenzlinger u.a.

Andrea Heller


5. Februar – 19. März 2006


Aus dem Lächlein wird ein Bächlein, 2005, Kupferblech, Kunstharz-Lack, Acryl
Alltägliches Bildmaterial dient Andrea Heller als Inspiration für ihre Zeichnungen und Objekte. Die Künstlerin liebt es dabei, präzise die Genres zu verschieben. Ihre Zeichnungen transformieren sich durch raffinierte Cut-outs zu Objekten, ihre installativen Eingriffe nähern sich der Malerei. Dadurch gelingt es Andrea Heller, die Neugier für triviale Objekte zu wecken. Der alte Heizkörper entwickelt sich zum beseelten Wesen, der schwarze Klumpen zum gemalten Meteorit. Im Projektraum enter zeichnet Andrea Heller direkt auf die Wand. Ihre grauen und schwarzen Linien in Tusche und Bleistift kombiniert sie mit Objekten aus Papier und Blech und schliesst auch die Spuren unterschiedlicher architektonischer Nutzungen in ihre Installation mit ein: Museumswand, Fensterverdunkelung oder Leitungsrohre treffen auf Regenwolke und Händepaar.

Andrea Heller (*1975) lebt und arbeitet in Zürich.