Christian Helmle – Weisse Elefanten
8. Dezember 2007 – 13. Januar 2008
„Weisse Elefanten“ – so nannte man im postkolonialen Afrika mit internationaler Unterstützung errichtete, aber nie in Funktion genommene Bauten. Auch in Europa finden sich solche Gebäude: ungenutzte Bahnhöfe, nicht fertig erbaute Einkaufszentren oder einsame Autobahnzubringer. Der Thuner Fotograf Christian Helmle fand auf der Suche nach Neubauruinen in Städten und Landschaften Europas eine Vielzahl surrealer Bauten. Im Projektraum enter präsentieren wir Christian Helmles neu erschienene Publikation „Weisse Elefanten“ und eine Auswahl seiner Fotografien!
Pablo Müller
18. Oktober – 18. November 2007
Das Kunstmuseum Thun zeigt im Projektraum enter eine installative Arbeit von Pablo Müller (*1979), die für die Ausstellung im Thunerhof entstanden ist. Seit Beginn seiner künstlerischen Ausbildung greift der Künstler immer wieder Themen auf, die um die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst kreisen. Pablo Müller arbeitet immer ortsbezogen. So schrieb er im Rahmen seiner gerade abgeschlossenen Diplomarbeit an der Hochschule der Künste in Zürich (HGKZ) für die politische Zeitung antidot acht Texte, in denen er sich mit Fragen und Möglichkeiten der Verbindung von Kunst und Politik beschäftigte. Die Artikel wurden in der Zeitung publiziert und gleichzeitig in einer Ausstellung gezeigt.
Auch in der in Thun ausgestellten Arbeit wählte Pablo Müller ein Thema mit Bezug zum Ausstellungsort.
weiter
Auch in der in Thun ausgestellten Arbeit wählte Pablo Müller ein Thema mit Bezug zum Ausstellungsort.
weiter
Stefan Burger
7. September – 14. Oktober 2007
Fragile und poetische, wie auch von Witz und Ironie geprägte Fotografien, Installationen bis hin zu performativen Inszenierungen stehen im Zentrum von Stefan Burgers Schaffen. Fotografien bilden immer mal wieder den Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Am Ende des künstlerischen Prozesses sind sie oftmals kaum mehr sichtbar und über Umwege zu Videos, skulpturalen Arbeiten oder Installationen weiterentwickelt. Das Medium Fotografie wird bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten und darüber hinaus ausgelotet.
weiter
weiter
Pamela Rosenkranz
3. Juni – 19. August 2007

Die Arbeiten von Pamela Rosenkranz sind vordergründig unspektakulär. Es sind präzise Eingriffe, die mit Verschiebungen der Wahrnehmung operieren. Trotz der konzeptuellen Pointiertheit, macht die Künstlerin keine trockene Konzeptkunst, sondern lässt Raum für Poesie und Spiel. Ein wichtiges Element in ihren Installationen und Fotoarbeiten ist die Sprache. Bei ihrer Ausstellung im Projektraum enter werden die Besucherinnen und Besucher bereits am Eingang von in sich widersprüchlichen Botschaften empfangen und eingestimmt.
Pamela Rosenkranz ist 1979 in Uri geboren. Nach einem New York Aufenthalt lebt sie heute in Zürich.
Pamela Rosenkranz ist 1979 in Uri geboren. Nach einem New York Aufenthalt lebt sie heute in Zürich.
Egle Vido
"présent"
27. April – 20. Mai 2007
Im Oktober letzten Jahres war Egle Vido (*1980) zu einer Veranstaltung des Fördervereins des Kunstmuseums Thun in der Reihe "ZOOM" eingeladen. Die Gäste der Veranstaltung waren aufgefordert, der in Thun lebenden Künstlerin Blumen als Geschenk zu überreichen. Egle Vido verwandelte jedes dieser Präsente in ein Bild, das sie wiederum den Teilnehmern zurückschenkte. Ein Geben und Nehmen mit Performance-Charakter, eine universale Geste des Schenkens stand im Zentrum der Veranstaltung. Während zweier Wochen malte Egle Vido in Tusche und Acryl ihre Bilder. Teils entstanden sehr reduzierte, an asiatische Blumenmalerei erinnernde Arbeiten, Werke in schwarzweiss, teils aber auch bunte, barocke Werke, überschäumend von Farbe. Im Projektraum enter zeigt Egle Vido nun die Resultate dieses Projektes: ihre in Tusche und Acryl gemalten Blumenbilder. Eine Blumenausstellung der anderen Art.
Julia Steiner
15. März – 9. April 2007
Julia Steiner (*1982) studiert an der Hochschule der Künste Bern Bildnerisches Gestalten. Im Medium der Zeichnung entwickelte Julia Steiner einen ganz eigenen Stil – sei es in Technik oder Inhalt. Mit Pinsel trägt sie sehr trockene Gouache auf das Papier auf, so dass eine subtile und abwechslungsreiche Struktur entsteht. Dunkel und Hell, Schwarz und Weiss, Zeichnung und Leerraum stehen in einem steten und reizvollen Dialog. Zwar bleibt Julia Steiner der Gegenständlichkeit treu, entführt den Betrachter aber in ein Traum- und Fantasiereich, basierend auf Gedanken, Erinnerungen und Ideen, aber auch auf Szenen aus der Weltliteratur. Ohne vorgängig eine Komposition in Form von Skizzen festzulegen, arbeitet sie spontan und improvisierend an ihren meist grossformatigen Werken. Dieser spontane Arbeitsprozess äussert sich im dynamisch-gestischen Charakter ihrer Werke. Es entstehen zwar Räume, doch bleiben diese offen und könnten sich ins Endlose erstrecken. In Schweif zeigt sie zwei Figuren in einem durch wolkenartige Strukturen erzeugten Raum. Ganz surreal erwächst der Titel gebende Schweif der sitzenden Figur. Eine Erzählung wird nur angedeutet, was weiter geschieht, wird der Fantasie des Betrachters überlassen.
Christian Andersen
11. Februar – 11. März 2007
Im Zentrum von Cristian Andersens (*1974) Ausstellung steht die Arbeit "Colonisation", eine überlebensgrosse Baumfigur. Das Gewächs oszilliert zwischen dem Natürlich-Organischen einerseits und dem Künstlich-Geometrischen andererseits. An dieser Schnittstelle bewegen sich viele Arbeiten des dänischen, in Zürich arbeitenden Künstlers. Mit Leichtigkeit bewegt sich Cristian Andersen zwischen den Medien: Zeichnung, Installation, Fotografie und Skulptur sind gleichermassen wichtig. Eine gewisse Unwirklichkeit und Surrealität zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk.