Ausstellungskonzept


Das Kunstmuseum Thun präsentiert in jährlich fünf bis sechs grossen Wechselausstellung vorwiegend zeitgenössische Kunst. Aktuelle Positionen liefern dem Publikum wichtige Impulse und etablieren das Museum über die Region hinaus. Neben thematisch und monografisch ausgerichteten Sonderausstellungen wird pro Jahr eine Sammlungsausstellung eingerichtet, die einen Teil der reichen Bestände unter einem besonderen Blickwinkel präsentiert.

Zum Jahresende gibt die Ausstellung Cantonale Berne Jura einen Überblick über das regionale und kantonale Kunstschaffen. Die alljährliche Präsentation von bereits etablierter Kunst sowie von neuen, aktuellen Positionen widerspiegelt das kulturelle Leben der Region.

Subodh Gupta. Spirit Eaters


16. Februar – 28. April 2013
Vernissage: Freitag, 15. Februar, ab 18.30 Uhr


Subodh Gupta, Family Nest No. 3, 2012
In enger Zusammenarbeit mit Subodh Gupta (*1964, lebt und arbeitet in Delhi/Indien) konzipiert das Kunstmuseum Thun die erste Einzelausstellung des Künstlers in der Schweiz. Neben eigens für die Ausstellung produzierten Arbeiten sind auch bekannte monumentale Werke zu sehen. Sie betonen unterschiedliche Aspekte in Guptas Schaffen. In seiner medialen Vielfalt von Skulptur, Malerei und Video ist sein Werk tief in der traditionell-ländlichen und religiösen indischen Gesellschaft zu verorten. Als Basismaterial für seine Skulpturen verwendet und kombiniert der Künstler oft Alltagsgegenstände wie Blechgeschirr, Tongefässe, Fährräder oder einfache Lebensmittel. Dadurch entstehen Stimmungsbilder einer sozial, wirtschaftlich und kulturell komplexen Gesellschaft. Guptas Œuvre umfasst das Spannungsfeld von globalen und traditionellen Werten und weist auf deren Veränderung oder gar Verlust in einer schnell wachsenden Industriegesellschaft hin.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (d/e) im Verlag für moderne Kunst Nürnberg, herausgegeben vom Kunstmuseum Thun.

"Es ist fast zu schön hier"... am Thunersee
August Macke und die Schweiz


25. Mai – 1. September 2013
Vernissage: Samstag, 25. Mai, ab 10.30 Uhr mit Brunch


August Macke, Nach Sonnenuntergang am See, 1914
Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung der verschiedenen Reisen von August Macke (1887–1914) in die Schweiz. Dabei steht der Aufenthalt im Haus Rosengarten in Hilterfingen-Oberhofen vom Oktober 1913 bis im Juni 1914 mit zahlreichen Exponaten im Mittelpunkt. Es wird gezeigt, wie der Künstler am See den Weg zu seiner persönlichen Kunstauffassung und Malweise fand. Grösste Konsequenz in der Ausführung, verbunden mit einem bis dahin nicht gekannten Formenreichtum, manifestieren sich in den Bildschöpfungen dieser Werkperiode. Ein thematisch-künstlerischer Exkurs in der Ausstellung bildet die gemeinsame Tunisreise von Macke mit Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914, die für den Künstler eine Bestätigung seiner formalen und farblichen Neufindungen bedeutete. In einem weiteren Ausstellungsteil wir die Faszination für die Landschaft rund um den Thunersee bei Künstlern wie Ferdinand Hodler, Johannes Itten, Klee oder Moilliet untersucht.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem August Macke Haus in Bonn.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (d/e) herausgegeben vom Kunstmuseum Thun und dem August Macke Haus.
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Chambre de luxe


21. September – 24. November 2013
Vernissage: Freitag, 20. September, ab 18.30 Uhr


Chantal Michel, Der stille Gast, 2006
Das Hotelzimmer ist ein Raum auf Zeit und ein Ort des Rückzugs. Es kann zur Inspirationsquelle für Künstlerinnen mutieren oder aber eine feindselige und beklemmende Stimmung hervorrufen. Für Kunstschaffende kann der flüchtige oder regelmässige Besuch in einen Hotel stimulierend sein für eine spontane Umsetzung ihrer Ideen, beispielsweise für tagebuchartige Dokumente oder Skizzen. Der anonyme Ort eines Hotelzimmers abseits vom Alltag und die Tatsache an einem fremden Ort zu sein, stellt aber auch eine reizvolle Alternative zum Atelier mit seiner vertrauten Umgebung dar und mutiert zum temporären Studio. Im Kontext des früheren Grandhotels Thunerhof aus dem späten 19. Jahrhundert, in dem das Kunstmuseum seit 1948 beheimatet ist, werden Künstler/-innen für die internationale Gruppenausstellung eingeladen, die sich in ihrer Arbeit mit dem Hotelraum als Labor für Zeit oder als Ort der Selbstfindung auseinandergesetzt haben, oder die über den sozialen und kulturellen Aspekt des Raumkontexts hinaus forschen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (d/e) herausgegeben vom Kunstmuseum Thun.

CANTONALE BERNE JURA
Weihnachtsausstellung 2013/2014


14. Dezember 2013 – 26. Januar 2014
Vernissage / Fest: Samstag, 14. Dezember, ab 17 Uhr


Ausstellungsansicht, Cantonale Berne Jura, 2011/12
Die Cantonale Berne Jura steht im Zeichen interkantonaler Zusammenarbeit. Sie will das Kunstschaffen der Region verstärkt fördern und präsentieren. Acht Kunsthäuser und Museen aus den Kantonen Bern und Jura lancierten 2011 erstmalig die gemeinsame Weihnachtsausstellung Cantonale Berne Jura. Verteilt auf die verschiedenen Institutionen bietet die Cantonale Berne Jura 2013 den Künstlerinnen und Künstlern erneut eine wichtige und breite Plattform und präsentiert dem Publikum die Vielfalt des bernischen und jurassischen Kunstschaffens.

Ausschreibung

Ausschreibung Open Ateliers

Projektraum enter 2013
Gedanken sammeln. Laien wählen Kunstwerke aus dem Depot


24. Februar – 28. April 2013 / Einweihung: Sonntag, 24. Februar, 11.00 Uhr
20. September – 24. November 2013 / Einweihung: Freitag, 20. September, 17.30 Uhr
22. Dezember – 26. Januar 2014 / Einweihung: Sonntag, 22. Dezember, 11.00 Uhr


Die dreiteilige Ausstellungsreihe knüpft an das erfolgreiche Projekt Blicke sammeln 2008/09 an, als Gruppen, die nichts mit Kunst zu tun haben, sieben Ausstellungen mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseum Thun zusammenstellten. Gedanken sammeln geht einen Schritt weiter und lädt zwei auf den ersten Blick gegensätzliche Gruppen ein, gemeinsam eine Ausstellung zu entwickeln: Patient/-innen des Psychiatrischen Dienstes Thun und Führungskräfte des Lion’s Club Thunersee, Senioren und Kinder, sowie Bewohner/-innen der Partnerstädte Thun und Gabrovo (Bulgarien). Die Ausstellungsmacher/-innen werden ihre Ausstellung mit Rahmenveranstaltungen bereichern.

GRR49: rundherundherundherum
Ingo Giezendanner im Thun-Panorama


Verlängerung der Ausstellung: 20. März – 9. Juni 2013
Saisoneröffnung: Mittwoch, 20. März, 18 Uhr


Ausstellungsansicht, Ingo Giezendanner, Thun-Panorama, 2012
Ingo Giezendanner ist ein Flaneur, der sich als Chronist seiner Umgebung bis über die Landesgrenzen hinaus einen Namen geschaffen hat. Wo auch immer er sich gerade befindet, überall hält er das, was ihn umgibt, mit grösster Hingabe zum Detail und mit sicherem Strich auf Papier fest.
Mit rundherundherundherum hat Giezendanner dem 200 Jahre alten Panorama von Marquard Wocher ein zwei Meter hohes und über 50 Meter langes Rundbild gegenüber gestellt, das er eigens für die Ausstellung konzipiert hat. So interessant die individuelle Betrachtung der beiden Panoramen auch ist – die Konfrontation der beiden Grossbilder lässt spannende Eigenheiten und Merkmale der Gattung hervortreten, sie macht aber auch deutlich, wie stark der Typus „Stadt-Panorama“ die zeitlichen Gegebenheiten und die Bedürfnisse der Gesellschaft spiegelt.

Zur Ausstellung erschien im Verlag für moderne Kunst Nürnberg ein Ausstellungskatalog (D/E), herausgegeben vom Kunstmuseum Thun, Petra Giezendanner und Siri Peyer.

Alle Ausstellungen werden von einem facettenreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Führungen, Werkgespräche, Lesungen, Podiumsdiskussionen und Vorträge vermitteln vertiefte Informationen zu den jeweiligen Ausstellungen. Zu den Ausstellungen Subodh Gupta, August Macke und Hotel werden Publikationen in Deutsch und Englisch erscheinen. (Änderungen vorbehalten)