Erweiterungsbau
Studienwettbewerb Erweiterungsbau Thun-Panorama
Seit 1961 wird das älteste noch erhaltene 360°-Rundbild der Welt in einer Rotunde im Thuner Schadaupark präsentiert. Es ist ein einmaliges Juwel und ein hervorragendes Zeitdokument der Stadt Thun vor 200 Jahren. Nach fast fünfzig Jahren entsprechen die Infrastruktur der Rotunde und des Eingangsbereichs sowie die Präsentationsform des Rundbildes nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemässen Museumsbaus. Aus diesem Grund soll die Rotunde von Karl Keller einen Anbau erhalten, der dem Panorama eine angemessene und aktuelle Präsenz verleiht und eine verbesserte Vermittlung ermöglicht. Zudem müssen das Bild und der bestehende Bau gezielt restauriert werden.
Die Einwohnergemeinde Stadt Thun – vertreten durch das Amt für Stadtliegenschaften und die Kulturabteilung – haben dazu einen Studienwettbewerb für einen Erweiterungsbau lanciert. Für den Wettbewerb wurden vier Architekturbüros eingeladen, deren Projekte im September 2009 von einer Fachjury begutachtet wurden. Aus dem Wettbewerb ging als Siegerprojekt einstimmig das Projekt HIROBA von Niklaus Graber & Christoph Steiger Architekten hervor. 2010 wird der Gemeinderat der Stadt Thun über die Finanzierung des Projektes Erweiterungsbau entscheiden.
Das Projekt HIROBA überzeugt durch seine Aufnahme und Neuinterpretation inhaltlicher, architektonischer und landschaftlicher Aspekte des Vorgefundenen. Die räumliche Erweiterung geschieht in Form eines eingeschossigen, pavillonartigen Flügelbaus, in welchem neu der Eingangsbereich, ein Bistro, der Shop und der Ausstellungsraum integriert sind, und der aus der Charakteristik des Rundbaus entwickelt ist. In den sanften, konkaven Schwüngen der Glasfassade wird die zylindrische Struktur des Bestandes fortgeführt und subtil in die rechteckige Geometrie des neuen Ausstellungsraumes transponiert. Dank der irregulären, nahezu organisch wirkenden Gestalt des Anbaus wird die heute solitäre Rotunde selbstverständlich in ihm verankert und als öffentlicher Ort lesbar. Während der introvertierte Rundbau seiner Funktion folgend die reale Umgebung zugunsten der virtuellen Realität des Panoramabildes ausblendet, strahlt der Anbau offen und einladend in seine Umgebung aus, bezieht diese räumlich mit ein und heisst die Besucherin und den Besucher willkommen.
Jury
Fachpreisrichter:
- Marcel Ferrier (dipl. Architekt BSA/SIA, St. Gallen, Präsidium)
- Mateja Vehovar (dipl. Architektin ETH/SIA, Zürich)
- Ueli Habegger (Dr. phil., Denkmalpfleger, Luzern)
- Guntram Knauer (Co-Leiter Planungsamt Stadt Thun, dipl. Architekt ETH/SIA, Thun)
Sachpreisrichter:
- Philipp Burkard (Dr. phil., Leiter Kulturabteilung Stadt Thun, Thun)
- Helen Hirsch (Direktorin Kunstmuseum Thun, Thun)
- Hans Mischler (Architekt HTL, Leiter Baudienste, Amt für Stadtliegenschaften Stadt Thun, Thun)
Die Einwohnergemeinde Stadt Thun – vertreten durch das Amt für Stadtliegenschaften und die Kulturabteilung – haben dazu einen Studienwettbewerb für einen Erweiterungsbau lanciert. Für den Wettbewerb wurden vier Architekturbüros eingeladen, deren Projekte im September 2009 von einer Fachjury begutachtet wurden. Aus dem Wettbewerb ging als Siegerprojekt einstimmig das Projekt HIROBA von Niklaus Graber & Christoph Steiger Architekten hervor. 2010 wird der Gemeinderat der Stadt Thun über die Finanzierung des Projektes Erweiterungsbau entscheiden.
Das Projekt HIROBA überzeugt durch seine Aufnahme und Neuinterpretation inhaltlicher, architektonischer und landschaftlicher Aspekte des Vorgefundenen. Die räumliche Erweiterung geschieht in Form eines eingeschossigen, pavillonartigen Flügelbaus, in welchem neu der Eingangsbereich, ein Bistro, der Shop und der Ausstellungsraum integriert sind, und der aus der Charakteristik des Rundbaus entwickelt ist. In den sanften, konkaven Schwüngen der Glasfassade wird die zylindrische Struktur des Bestandes fortgeführt und subtil in die rechteckige Geometrie des neuen Ausstellungsraumes transponiert. Dank der irregulären, nahezu organisch wirkenden Gestalt des Anbaus wird die heute solitäre Rotunde selbstverständlich in ihm verankert und als öffentlicher Ort lesbar. Während der introvertierte Rundbau seiner Funktion folgend die reale Umgebung zugunsten der virtuellen Realität des Panoramabildes ausblendet, strahlt der Anbau offen und einladend in seine Umgebung aus, bezieht diese räumlich mit ein und heisst die Besucherin und den Besucher willkommen.
Jury
Fachpreisrichter:
- Marcel Ferrier (dipl. Architekt BSA/SIA, St. Gallen, Präsidium)
- Mateja Vehovar (dipl. Architektin ETH/SIA, Zürich)
- Ueli Habegger (Dr. phil., Denkmalpfleger, Luzern)
- Guntram Knauer (Co-Leiter Planungsamt Stadt Thun, dipl. Architekt ETH/SIA, Thun)
Sachpreisrichter:
- Philipp Burkard (Dr. phil., Leiter Kulturabteilung Stadt Thun, Thun)
- Helen Hirsch (Direktorin Kunstmuseum Thun, Thun)
- Hans Mischler (Architekt HTL, Leiter Baudienste, Amt für Stadtliegenschaften Stadt Thun, Thun)
