Menu

Gesammelte Landschaften

Ausstellungsansicht Gesammelte Landschaft 2004

Ausstellungsansicht Gesammelte Landschaft 2004

Ausstellungsansicht Gesammelte Landschaft 2004

Ausstellungsansicht Gesammelte Landschaft 2004

30. Januar – 7. März 2004

Kunstmuseum

Die Umgebung des Kunstmuseums Thun – das Berner Oberland mit dessen landschaftlichen Besonderheiten – hat die Sammlung des Hauses geprägt: Sie umfasst eine grosse Anzahl von Thuner Ansichten und Veduten des 19. Jahrhunderts und bis heute sind Landschaftsdarstellungen das Thema vieler Kunstschaffenden geblieben. Gesammelte Landschaften geht diesem zentralen Motiv nach und zeigt einen Querschnitt durch die Sammlung des Kunstmuseums Thun, welche für die Ausstellung mit einigen wichtigen Leihgaben ergänzt wurde.

Handelt es sich bei den im 19. Jahrhundert weit verbreiteten Veduten, den Vorläufern der Postkarte, mehrheitlich um getreue Darstellungen einer Stadt oder einer Landschaft, so wandelte sich im 20. Jahrhundert der künstlerische Blick auf die Landschaft stark. Was sich bis heute jedoch nicht verändert hat, sind die landschaftlichen Besonderheiten, denen sich die Künstler immer wieder zuwandten: der Niesen oder das Niederhorn, die Jungfraukette oder die Seenlandschaft – sie sind wichtige Ausgangspunkte des künstlerischen Schaffens geblieben. So handelt es sich beispielsweise bei Jean-Frédéric Schnyders (*1945) 38-teiligen Serie von Thunersee-Ansichten weniger um ein zeitgenössisches Vedutenwerk, als um ein künstlerisches Konzept.

Der Landschaftsbegriff wird in der Ausstellung – mit Werken von Burkhard Hilty (*1929) oder Peter Willen (*1941) – weiter gefasst und abstrakt gelesen. Franz Gertsch (*1930) führt mit dem grossformatigen Holzschnitt „Rüschegg" in einen intimen Landschaftsraum und lädt zum kontemplativen Betrachten ein. Mit Bildern von Peter Stämpfli (*1937) oder Werner Ritter (*1933) begegnen wir wichtigen Vertretern der Pop-Art der Sechziger Jahre und erleben die Landschaft im Blick durch die Windschutzscheibe eines Personenwagens.

Aktuelle Auseinandersetzungen mit dem Thema finden sich heute vor allem im Bereich der Fotografie, wie beispielsweise bei Balthasar Burkhard (*1944), Reto Camenisch (*1958) oder Christian Helmle (*1952). Oftmals steht aber nicht das präzise Abbild im Vordergrund, sondern es sind die Wahl des Ausschnittes oder das Fokussieren in eine bestimmte Blickrichtung, welche dem Thema Landschaft eine neue Dimension verleihen.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:
Johann Ludwig Aberli (CH 1723-1786), Leonhard Bantli (CH 1810-1880), William Henry Bartlett (GB 1809-1854), August Baud-Bovy (CH 1848-1899), Achilles Benz (CH 1766-1845), Samuel Birmann (CH 1793-1847), Blanchoud / Jacottet, Buhlmann, Balthasar Burkhard (CH *1944), Reto Camenisch (CH *1958), James Pattison Cockburn (1779-1847), Isidor Deroy (F 1797-1886), Johann Rudolf Dikenmann (CH 1793-1883), Jean Dubois (CH 1789-1849), H. Fischer (CH 1820 - 1886), Franz Gertsch (CH *1930), Alfred Glaus (CH 1890-1971), Christian Helmle (CH *1952), Burkhard Hilty (CH *1929), Rudolf Huber (CH 1770-1844), Bernhard Huwiler (CH *1961), Kaspar Käsli (CH *1862), Daniel Lafond (CH 1763-1831), Gabriel Ludwig Lory (CH *1763), Matthias Gabriel Lory (CH 1784-1846), Karim Noureldin (CH *1967), Wilhelm Ulrich Oppermann (CH 1786-1852), Markus Rätz (CH *1941), Christoph Rheiner (CH 1774-1850), Werner Ritter (CH *1933), Ludwig Rohbock (D), Friedrich Rosenberg (1758-1833), Adolphe Rouargue (F 1810-1870),Jakob Lorenz Rüdisühli, Leon J.B. Sabatier (F 1805-1857), Johann Heinrich Schilbach, David Alois Schmid (CH 1791-1861), Franz Schmid (CH 1796-1851), Jean-Frédéric Schnyder (CH *1945),Peter Stämpfli (CH *1937), Georg Straub (CH 1805-1877), Daniel Wegelin (CH 1802-1885), Jakob Samuel Weibel (1771-1846), Johann Jakob Wetzel (CH 1781-1834), Peter Willen (CH *1941), Marquard Wocher (CH 1760-1830), Caspar Wolf (CH 1735-1783), Julius Zimmermann (D 1824-1906)