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Jérémie Gindre – Magnus bachae misterium

26. März – 25. April 2004

Projektraum Enter

Jérémie Gindre (*1978) wäre eigentlich ein grosser Geschichtenerzähler, doch seine Narrationen verstricken sich in Ungereimtheiten. Die Widersprüchlichkeit seiner Rekonstruktionen bietet die Gelegenheit, über unsere gesellschaftlichen Kommunikationsformen zu reflektieren.

Mit seinem Projekt im Kunstmuseum Thun befragt der Genfer Künstler museale Ausstellungsformen und die Beziehung zwischen Betrachter und Exponat, die sich aus der klassischen Präsentation und den entsprechenden Verhaltensregeln in Kunstinstitutionen ergibt. Der Künstler überhöht und unterläuft mit der Inszenierung seiner „Magnus bachae misterium“ (Der Künstler geht vom Französischen "La grande bâche mystérieuse" (Die grosse mysteriöse Plane) aus, welche er auf seine Weise ins Latein überträgt.); diese Mechanismen; dabei bleibt in der Schwebe, was in seiner pseudomusealen Präsentation irritierender wirkt: das „wie“ oder das „was“.