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John Wood and Paul Harrison: No Beginning - No Middle - No End

Ausstellungsansicht No Beginning - No Middle - No End 2010, Foto: David Aebi

Ausstellungsansicht No Beginning - No Middle - No End 2010, Foto: David Aebi

Ausstellungsansicht No Beginning - No Middle - No End 2010, Foto: David Aebi

25. September – 28. November 2010

Kunstmuseum

Die beiden britische Künstler John Wood (*1969) und Paul Harrison (*1966) arbeiten seit 1993 zusammen. Das Zusammenspiel der beiden – sei es in unterstützender oder antagonistischer Weise – ist zugleich Bedingung und Untersuchungsgegenstand ihrer künstlerischen Ausdrucksweise. Sie sind bekannt für ihre filmischen Werke, beschäftigen sich aber auch mit Fotografie und Zeichnung. Meist sind es kurze Videoarbeiten, in denen sie Ernsthaftigkeit und Absurdität präzise verbinden. Ihre minimalistischen, skulpturalen, installativen und choreografierten Inszenierungen oszillieren zwischen Absturz, Kalkül und Zufall. Sie zielen aber immer auf die systematische Ordnung der Dinge. Kleine alltägliche Objekte oder Gesten erhalten in der laborartigen Umgebung ihrer Videos neue Funktionen und Konnotationen und damit etwas für den Betrachter Unvorhergesehenes und Unerwartetes.
Die Künstler entwickeln ihre Ideen anhand von Zeichnungen, die später die Form von Videos, Drucken, Fotografien oder Skulpturen annehmen mögen, welche aber gleichzeitig eine skizzenhafte und graphische Qualität beibehalten. Ihre filmischen Untersuchungen in Raum und Zeit finden meist in zu diesem Zweck erstellten Räumen statt und folgen einer pseudo-wissenschaftlichen Methode: Die Künstler bestimmen die Szenerie, den Ausgangspunkt sowie die Bedingungen und Parameter der Geschehnisse. Sobald der "Ball" aber ins Rollen kommt, ist oft der Zufall das bestimmende Element. Mit der Ausstellung John Wood and Paul Harrison: No Beginning - No Middle - No End legt das Kunstmuseum Thun einen Fokus auf die neueren Werke des Künstlerpaares und zeigt in diesem Zusammenhang auch die jüngst entstandenen Textarbeiten.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Ikon Gallery Birmingham und dem Musée départemental d'art contemporain de Rochechouart entstanden und ist ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz.