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Julia Steiner

Julia Steiner, Ebbe, 2007, Gouache auf Papier, 150 x 303 cm, Courtesy die Künstlerin

15. März – 9. April 2007

Projektraum Enter

Julia Steiner (*1982) studiert an der Hochschule der Künste Bern Bildnerisches Gestalten. Im Medium der Zeichnung entwickelte Julia Steiner einen ganz eigenen Stil – sei es in Technik oder Inhalt. Mit Pinsel trägt sie sehr trockene Gouache auf das Papier auf, so dass eine subtile und abwechslungsreiche Struktur entsteht. Dunkel und Hell, Schwarz und Weiss, Zeichnung und Leerraum stehen in einem steten und reizvollen Dialog. Zwar bleibt Julia Steiner der Gegenständlichkeit treu, entführt den Betrachter aber in ein Traum- und Fantasiereich, basierend auf Gedanken, Erinnerungen und Ideen, aber auch auf Szenen aus der Weltliteratur. Ohne vorgängig eine Komposition in Form von Skizzen festzulegen, arbeitet sie spontan und improvisierend an ihren meist grossformatigen Werken. Dieser spontane Arbeitsprozess äussert sich im dynamisch-gestischen Charakter ihrer Werke. Es entstehen zwar Räume, doch bleiben diese offen und könnten sich ins Endlose erstrecken. In Schweif zeigt sie zwei Figuren in einem durch wolkenartige Strukturen erzeugten Raum. Ganz surreal erwächst der Titel gebende Schweif der sitzenden Figur. Eine Erzählung wird nur angedeutet, was weiter geschieht, wird der Fantasie des Betrachters überlassen.