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labor 2: Indirekte Erfahrungen. Ein Projekt aus dem Journal für Kunst, Sex und Mathematik

Exhibition view Labor 2, photo: David Aebi

Ausstellungsansicht Labor 2, Foto: David Aebi

21. April – 22. Mai 2011

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In labor 2 steht mit dem Projekt Indirekte Erfahrungen eine sich noch im Prozess befindende Forschungssituation im Zentrum (Projektdauer: Aug. 2010–11). Im Unterschied zu konventionellen Projekten ist der Forschungsprozess an sich jederzeit sicht- und nachvollziehbar: Im Blog Journal für Kunst, Sex und Mathematik (www.journalfuerkunstsexundmathematik.ch) publizieren die drei Kunstschaffenden Judith Albert, Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer sowie der Medientheoretiker und Projektleiter Nils Röller laufend ihre Arbeiten. Der Blog wird nicht mehr nur als Kommunikationsplattform genutzt, sondern ist Forschungsinstrument und nimmt innerhalb des Projekts eine zentrale Stellung ein.
Indirekte Erfahrungen untersucht visuelle Darstellungen magnetischer Kräfte im Zeitraum von 1600 bis 1800, wobei dem von einem anonymen Autor verfassten und 1690 in Mainz erschienenen Traktat Magnetologia Curiosa eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Dem Projekt liegt die These zu Grunde, dass die Darstellung von Erfahrungen oder Phänomenen – wie es beispielsweise der Magnetismus ist – mittels Instrumenten in der Physikgeschichte stets eine grosse Herausforderung war, und dass diese in einem bestimmten Verhältnis zur Kunst stand und steht.
Ausgehend von den historischen Darstellungen der Magnetologia erforschen die Beteiligten wissenschaftshistorische Voraussetzungen, künstlerische Strategien insbesondere von Darstellungen solcher Instrumente der Sichtbarmachung, ihrer Funktionen sowie den Grenzverlauf von Wahrnehmbarem und Nicht-Wahrnehmbaren im Bild.

Die fünfteilige Ausstellungsreihe labor: Eine Ausstellungsreihe zu künstlerischer Forschung ist eine Kooperation mit dem Institut für Gegenwartskunst IFCAR der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).