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Manuel Burgener – Gesehen die Dinge, sie hat sie schon gesehen

Manuel Burgener, Aeste 004, 2006

15. September – 15. Oktober 2006

Projektraum Enter

In analogen Fotografien präsentiert Manuel Burgener die unscheinbaren Dinge des Alltags in neuem Licht. Äste, Rollläden oder einfache Fäden sind seine Motive. In langen und sorgfältigen Inszenierungen lichtet Manuel Burgener die Dinge ab. Er belässt sie im Grunde, wie sie sind. Nur durch die Wahl der Einstellung und vor allem den Einsatz von Lichtquellen verändert er die Motive. Die Wirkung von Licht und Schatten zeigt sich in der räumlichen Präsenz der abgebildeten Dinge. Gleichzeitig macht er die verborgenen Strukturen, z. B. in einem Gewirr von Ästen sichtbar. Bei genauerer Betrachtung löst sich das Chaos und raffinierte Formationen erscheinen.
Wie wichtig Plastizität und Räumlichkeit im Schaffen von Manuel Burgener sind, zeigte er immer wieder in installativen Arbeiten. Die Wahrnehmung von Räumen steht hier im Vordergrund, die erst durch Interventionen deutlich werden. Für die Ausstellung im Projektraum enter umgibt er seine eigenen fotografischen Arbeiten mit einer Installation, die auf die Eigenheiten der Räume des Kunstmuseums Thun reagiert. Viele Räume sind mit einer Hülle verkleidet, so dass die eigentlichen Wände des Thunerhofs verschwinden. Diesen eingebauten White Cube bricht Manuel Burgener mit einem Blick in Vergangenheit auf.

Manuel Burgener ist 1978 geboren. Er lebt und arbeitet in Bern.